"Seliges Wissen, Jesus ist mein..."- Apostel Schulz besucht die Gemeinde Westerstede

Apostel Schulz besuchte am Mittwoch, 22. März 2017, die Gemeinde Westerstede. Nach dem Eingangslied „Seliges Wissen, Jesus ist mein…“ (Gesangbuch Nr. 296) und dem Gebet verlas der Apostel das Bibelwort aus Jesaja 40, 31: „aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

In seinem Dienen ging der Apostel zunächst auf die vielschichtigen Unsicherheiten und Auswüchse des Alltäglichen, sowie persönliche Belastungen und Sorgen, die teilweise mutlos machen. Mit Blick auf politische Entwicklungen, die einen manchmal vielleicht ängstigen oder Unsicherheit erzeugen könnten, verwies er kurz darauf, dass er dankbar sei, in einem Land leben zu dürfen, in welchem seit über 70 Jahren politischer Frieden herrscht und wir unseren Glauben als Christen frei leben können. Das sei in vielen Ländern auf dieser Welt alles andere als selbstverständlich. Die Verfolgung sei zum Teil so massiv, dass sich Christen, wenn überhaupt, nur unter sehr schwierigen, respektive gefährlichen Bedingungen zusammenkommen können.  Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes nutzte der Apostel im Hinblick auf die Sorgen und Ängste das Bild einer Waage, bei dem die eine Waagschale mit den Angst machenden, bösen Dingen oft überproportional gefüllt zu sein scheint. Dem gegenüber stehen jedoch die Kraft des Gebetes und die Verbindung zu Gott und seinem Sohn, das „Beharren“ am Glauben. Daraus sind neue Kräfte zu ziehen, um die Waage wieder auf gleiche Ebene zu bringen und den Weg weiter gehen zu können.

 

Der Apostel nannte als Beispiel Elia, der trotz herausragender Erlebnisse göttlichen Beistands auf seinem Weg auch „matt und müde“, ja mutlos wurde. Der Herr hat ihn aber neu gestärkt und Elia stets die Sicherheit vermittelt, dass er mit ihm ist. Allerdings hat Elia, besonders in seiner Not, in seiner Hinwendung zu Gott auch eine besondere körperliche Haltung eingenommen, die seine Demut gegenüber der Allmacht Gottes auch äußerlich zum Ausdruck brachte. Wichtig sei, in unseren Gebeten innerlich auch eine entsprechende Haltung gegenüber Gott einzunehmen und uns bewusst zu machen, für was wir beten. Die Erlangung des Heils unserer Seele sollte stets Teil unseres Gebetes sein. Zudem können wir ganz getrost sein und Mut aus dem Bewusstsein ziehen, dass die Wiederkunft Christi viel näher ist, als es wir es für möglich halten.

 

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde ein Diakon in den Ruhestand versetzt und ein Diakon ordiniert, sowie ein Priester als Stellvertreter des Vorstehers beauftragt.